„Glühweinrausch und Schanzenmord“ nimmt das Prinzip des ersten Buches rund um das Allgäuer Kommissaren-Duo Anna Zähler und Leopold Geiger auf: „Das sind keine typischen Krimis, die nur spannend sind. Es gibt viele Nebengeschichten mit humoristischen Aspekten“, erläutert der Autor, der gleich betont, dass er das „Thriller-Genre“ gar nicht mag: „Die Leute sollen doch keine Angst beim Lesen bekommen. Die sollen Spaß haben und lachen.“
Dieses Konzept ging bei „Zirbenholz und Alpenmord“ voll und ganz auf: Das e-Book wurde bei „Ullstein“ viel gelesen. Und es wurde positiv kommentiert sowie bewertet. „Viele haben geschrieben, dass sie das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, sondern es sofort zu Ende lesen wollten“, erzählt er.
Zur Geschichte: Die Allgäuer Kommissare werden nach Garmisch-Patenkirchen ausgeliehen, was beim örtlichen Dorfpolizisten nicht gut ankommt. Aber es wird ein Anschlag auf die Schanze befürchtet. Und irgendwann liegt ein norwegischer Top-Athlet tot in der Sauna. „Den Showdown gibt es dann während der Vier-Schanzen-Tournee im Ski-Stadion“, verrät der Autor.
Dabei wertet es Sven Kellerhoff es als „gutes Zeichen“, dass auch das zweite Buch „100 Prozent Kellerhoff“ ist: Der Verlag habe seine Vorlage nur im Bereich Stilistik und Rechtschreibung bearbeitet, ansonsten ihm aber wenig „reingeredet“. Dann lacht der Autor: „Durch den Verlag ist das Buch jetzt auf 110 Prozent gekommen. Die haben es noch ein Stück besser gemacht.“ Und neu ist ebenfalls, dass es über „Books on Demand“ beide Bücher jetzt auch in Papierform für die Freunde „des haptischen Lesens“ gibt.
Auch wenn sich Kellerhoff von dem Begriff „Serie“ nicht unter Druck setzen lassen will, hat er mit dem Schreiben des dritten Bandes schon begonnen: Den Plot (Wer hat wen warum umgebracht?) hat er schon vor Augen. Obwohl er anmerkt: „Während ich das schreibe, ändert sich das mitunter noch mal. Manchmal bin ich selbst überrascht, was dann am Ende herauskommt.“
Und lohnt es sich, Erfolgsautor zu sein? „Vom Schreiben leben, können nur Bestseller-Autoren. Das ist auch gar nicht mein Ziel. Die Arbeit bei der Sparkasse macht mir ja immer noch Spaß“, so Sven Kellerhoff bei seinem Besuch in der Redaktion.