Erst war es der Lkw, der die Kurve falsch nahm und am naheliegenden Baum vorbeischrammte, jetzt sind es die Fußgänger auf die, trotz weißer Ausweisung auf dem Boden, nicht geachtet wird. Der nächste Bauabschnitt fordert viel Geduld — nicht nur von Autofahrern und Anwohnern auch von der Politik. Die reagierte nämlich nach der Rumtelefoniererei von Nolden: "Erst habe ich beim Ordnungsamt angerufen. Da wurde mir mitgeteilt, dass sie nicht zuständig seien sondern die Polizei. Doch weder in Neuss noch in Grevenbroich konnte man mir helfen. Auch die Verkehrsdienststelle, Verkehrslenkung und der Kreis waren die falschen Ansprechpartner." Und dann der rettende Anruf aus der Gemeinde. Doch statt Bekräftigung, wie sich Matthias Nolden es sich vielleicht gewünscht hätte, kam nur eine sachliche Mitteilung, dass jetzt noch ein weiteres Schild aufgestellt werde. Also inmitten des Verkehrsschilddschungels — ein weiteres, das darauf hinweist, dass es sich um die weißen Streifen zwischen den Inseln am Marktplatz gar nicht um einen Zebrastreifen handelt sondern lediglich um eine Querungshilfe. Das bedeutet, die Autos haben Vorfahrt und die Fußgänger die müssen die Rotphase abwarten, um die Straße zu überqueren. Auf Anordnung von "Straßen.NRW" soll die Zwischenzeit der Signalsteuerung um drei Sekunden verlängert werden und zusätzlich noch die Dehnung der Freigabezeit für den Signalgeber aus Richtung Wilhelmstraße um zehn Sekunden vergrößert werden. Dann kann sicher jeder die Querungshilfe nutzen. Mehr Bürgerstimmen auf Seite 2.
-agr.