„Wir wissen einfach nicht, wie es weiter geht. Wir haben uns bis hier durch Corona durchgekämpft, mit den Konzepten hatten wir hier keinen einzigen Fall. Aber das war harte Arbeit. Und jetzt trifft uns das nächste Problem: Innerhalb einer Woche drei, im ganzen Jahr sogar fünf, Einbrüche. Hier muss dringend etwas passieren“, sagt Thomas Sablotny, während er kopfschüttelnd in die Büroräume von Cerise Beermann blickt. Hier haben die Einbrecher einen Feuerlöscher entleert. Alles ist zerstört. Ob noch irgendetwas zu retten ist, ist fraglich.
Hereingekommen waren die Eindringlinge über ein Fenster. „Die müssten sicherer sein. Eine Alarmanlage oder Überwachungskameras wären außerdem dringend nötig. Dann würde es bestimmt zusätzlich auch verschiedene Gruppen abschrecken, die das Gelände am Schulzentrum gerne mal für Saufgelage missbrauchen. Was wir hier manchmal morgens an Scherben, leeren Flaschen und kleinen Tütchen, die auf Drogenkonsum schließen lassen, vorfinden, ist wirklich nicht schön.“ Ob aus einem solchen Gelage auch die Einbrüche entstanden sind? Unsicher. Doch mit mehr Schutz oder Videoüberwachung würde das „B@mm“ sicherer werden.
Auch von Seiten der Stadt, die die Räumlichkeiten zur Verfügung stellt, gibt es das Bestreben, dass etwas passieren muss. Aus dem Rathaus heißt es: „Wir werden diesbezüglich ein Beratungsgespräch mit der Polizei führen, ob wir dort sinnvoll nachbessern können zum Beispiel mit Alarmmeldern.“ Ein kleiner Hoffnungsschimmer für Beermann und Sablotny, für die das Aufräumen nach jedem Einbruch zum echten Kraftakt wird: physisch und psychisch.
„Die Kinder sind schockiert, dass jemand so etwas tun kann. Sie stehen in den Startlöchern und möchten helfen und aufräumen. Das hier ist schließlich ihr zweites Zuhause. Und auch für mich ist das ,B@mm’ so viel mehr als mein Job. Deshalb trifft mich das alles sehr hart“, erklärt Beermann.
Julia Schäfer