Das System welches für das nunmehr gemeinsam durchgeführte Projekt sorgte hört auf den Namen „Paratech“. Hierbei handelt es sich um ein modular aufgebautes Stützensystem, welches unter anderem zum Abstützen, Stabilisieren und Anheben dient. Paratech umfasst hierbei Stützen in verschiedenen Längen, Systeme, die mit Luft oder Hydraulik betätigt werden können, und Boden- und Kopfplatten in unterschiedlichen Formen.
Durch die nunmehr hergestellten Rettungstafeln kann das Einsatzspektrum der Tiefbauunfälle gezielter als im Vorfeld abgearbeitet werden, wie auch Leiter der Feuerwehr Heinz-Dieter Abels berichtet: „Ein wichtiger Grundsatz bei Tiefbauunfällen, wie zum Beispiel bei verschütteten Personen, ist, dass beim Freilegen ein Nachrutschen von Erdmassen verhindert wird.
Die hergestellten Tafeln können nun in Kombination mit dem Paratechsystem so eingesetzt werden, dass aus einem gesicherten Bereich die Tafeln zum Beispiel an den Wänden einer verschütteten Grube herabgelassen werden. Weiterhin abgelassen werden zusammengebaute Stützsätze die zwischen den Tafeln eingespannt und auf Druck gebracht werden und somit aufgrund der Größe der Tafeln die Wände einer Grube stabilisieren.“
Die hergestellten Tafeln bestehen aus Siebdruckplatten die auf Maß geschnitten und mit Tragegriffen versehen wurden. Angebracht wurden auf den Platten jeweils eine Bohle, die als Auflage für das Paratechsystem dient. „Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit den Meerbuschern Kollegen dieses Projekt durchführen konnten, und bedanke mich für die Gute Zusammenarbeit. Die in Gemeinschaftsarbeit produzierten Platten werden nun für entsprechende technische Hilfeleistungen bei beiden Feuerwehren vorgehalten“, so Abels abschließend. Am Projekt, welches an der Feuerwache Jüchen durchgeführt wurde, waren jeweils vier Kolleginnen und Kollegen beider Feuerwehren beteiligt.