Deshalb wird das Limit auf beiden Kreisstraßen im Ort nun auf Tempo 30 abgesenkt. Vergangene Woche wurden die neuen Verkehrsschilder bereits aufgestellt.
Die Verkehrsbelastung in Barrenstein ist seit vielen Jahren ein ernsthaftes Problem, das die Lebensqualität der Bewohner des 800-Seelen-Dorfes beeinträchtigt. Das hohe Verkehrsaufkommen und zahlreiche Lkw sorgten nicht nur für eine erhöhte Gefahr für Fußgänger und Radfahrer, sondern auch für eine enorme Lärmbelastung, die jetzt im Rahmen einer Untersuchung bestätigt wurde.
Durchgeführte Lärm-Messungen an unterschiedlichen Punkten im Ort haben ergeben, dass Lautstärke-Grenzwerte nicht eingehalten werden. Eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Stundenkilometer soll für beide Durchfahrten eine spürbare Lärmreduktion bewirken.
Philipp Bolz (SPD-Ratsherr) begrüßt die Reduzierung des Tempolimits: „Ich freue mich sehr, dass nach vielen Jahren endlich erste Maßnahmen zur Beruhigung der Verkehrssituation in Barrenstein ergriffen wurden. Das Kreis-Dezernat und die Stadtbetriebe haben die Anliegen der Bürger ernst genommen, ihnen Gehör geschenkt und Untersuchungen angestellt. So funktioniert Bürgernähe!"
Er hofft, dass die Initiative den gewünschten Effekt erzielt, ist jedoch überzeugt, dass weitere Maßnahmen erforderlich sind. „Das größte Problem ist der Lkw-Durchfahrtsverkehr. Es gibt keinen Grund, für Speditionen durch Barrenstein zu fahren. Nur mit einem Lkw-Durchfahrtverbot können wir die Situation nachhaltig verbessern und das Wohlbefinden der Bürger erhöhen", so der Kommunalpolitiker, der sich für diese verkehrsbeschränkende Maßnahme weiter einsetzen will.
Nachdem Bundestag und Bundesrat in diesem Jahr eine Novelle des Straßenverkehrsgesetzes verabschiedetet und Kommunen nun mehr Möglichkeiten bei der Anordnung von Verkehrsmaßnahmen, wie zum Beispiel Tempo 30 haben, möchte die SPD Grevenbroich, das viele Straßen vom reformierten Straßenverkehrsgesetz profitieren können. Die Verwaltung ist derzeit mit einer Prüfung beauftragt.