F. A. Lenze, in Grevenbroich vor allem als Architekt bekannt, hatte aus Lego-Steinen ein Bild zu Goethes „Wandrers Nachtlied“ gestaltet, das zugleich als QR-Code zu dem Text im Internet führt. Nicht nur im Wiener Kunstbetrieb ein ganz neuer Ansatz.
Dabei waren Lego-Steine kein Neuland für Lenze. Denn seit 2004 setzt er sich mit Text-Bild-Kommunikationen auseinander, in denen er Texte mit Hilfe von Lego-Steinen in Blindenschrift umsetzt: Der Sehende kann das Bild auf sich wirken lassen, der Blinde kann den zugrunde liegenden Text ertasten.
Der Bogen reicht dabei von der „Ode an die Freude“ über „Herr von Ribbeck auf Ribbeck“ bis hin zum fünften Flugblatt der Geschwister Scholl und dem Grundgesetz.
Bis zu 25.000 Lego-Steine braucht Lenze für ein einzelnes Bild. Mitunter müssen sie auch noch zurechtgeschnitten oder eingefärbt werden. Dass er überhaupt zu Lego-Steinen griff, erklärt Franz-Anton Lenze schlicht: Braille-Schrift arbeitet mit bis zu sechs Noppen auf einem rechteckigen Feld ... genauso, wie man es von den Lego-Grund-Steinen her bestens kennt.
Bis Ende Mai sind einige seiner Arbeiten im Museum in der „Villa Erckens“ zu sehen (lesen Sie auch die nebenstehende Übersicht). Mit dabei auch „Die Antwort der Bibel“ auf die drängendsten Fragen der Menschheit.