Der Hintergrund: Die Kreis-Leitstelle am Hammfelddamm in Neuss ist von den Evakuierungsmaßnahmen betroffen, die für diesen Tag von der Stadt Neuss wegen des Verdachts auf Kampfmittelfunde („Blindgänger“) aus dem Zweiten Weltkrieg in der Nähe des Alexianerplatzes angeordnet wurden.
Sollte sich der Verdacht erhärten, wird der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf noch am selben Tag die Entschärfung vornehmen. Die Zuständigkeit für die Evakuierungsmaßnahmen liegt bei der Stadt Neuss.
Die Kreis-Leitstelle hat für ihren vorübergehenden „Umzug“ jetzt die erforderliche Technik einem ausführlichen und praxisnahen Probelauf unterzogen. Vor dem Kreishaus in Grevenbroich fand hierzu eine Aufstellübung des „Einsatzleitwagens 2“ (ELW 2) statt, mit dem am Tag der Entschärfung die Arbeit der Ausweichleitstelle im dortigen Tiefkeller unterstützt wird.
„Wir haben den Einsatzleitwagen 2 aufgebaut und die Leitstellen-Technik ausführlich getestet. Alles hat zu unserer vollsten Zufriedenheit funktioniert, so dass wir für den 13. April gut gerüstet sind“, sagt Marcus Mertens, Leiter des Kreis-Ordnungsamts.
Besonders dankte Mertens den Kräften des ELW 2-Teams, das sich aus freiwilligen Kräften der Feuerwehren Meerbusch und Grevenbroich zusammensetzt und ehrenamtlich die Arbeit der Kreisleitstelle unterstützt.
Bei der Leitstelle des Rhein-Kreises für den Rettungsdienst und den Feuerschutz auf dem Hammfelddamm in Neuss laufen die Notrufleitungen 112 aus dem gesamten Kreisgebiet ein. Von dort aus werden kreisweit alle Feuer- und Rettungswachen, Notarztdienste und – bei Bedarf – überörtliche Einsatzkräfte alarmiert.
Ferner koordiniert die Kreisleitstelle die über die Rufnummer 19222 eingehenden Anforderungen für qualifizierte Krankentransporte außerhalb der Notfallrettung.