An sieben Feuerwehrgerätehäusern im Stadtgebiet sowie vor dem alten Rathaus in der Innenstadt hatten die Einsatzkräfte dafür sogenannte Notfall-Infopunkte besetzt, an die sich Personen wenden können, wenn sie gesundheitliche Notlagen, Brände, Unfälle oder andere Gefahrenlagen melden wollen. Ob direkt Betroffene oder nur Beobachter, für alle stehen dort beim Versagen des Notrufes zunächst Einsatzkräfte der Wehr und bei längerer Dauer der Störung Beschäftigte der Stadtverwaltung parat, um Notfallmeldungen entgegenzunehmen.
Beim Techniktest am Samstag ging es zunächst darum, einzuüben, wie im Laufe der rund dreistündigen Übung rund 20 angenommene Schadensfälle an den Infopunkten entgegengenommen und anschließend über verschiedene Funkwege zur Hauptwache der Wehr an der „St. Florian“-Straße im Industriegebiet übermittelt werden können.
„Unter anderem haben wir die Abläufe für den Fall getestet, dass auch das analoge und das digitale Funknetz ausfallen, über die im Normalfall Einsatzmeldungen übermittelt werden“, so Tim Schröder, Fachberater Kommunikation bei der Grevenbroicher Wehr und einer der Initiatoren der Übung.
Dabei zeigte sich unter anderem, dass es bei der direkten Ende-zu-Ende-Übermittlung der Notfallmeldungen ohne Netzunterstützung von den Gerätehäusern zur Hauptwache noch an einigen Standorten Optimierungspotenzial gibt. „Hier werden wir im Nachgang analysieren, wie wir die erkannten Punkte verbessern können“, kommentiert Udo Lennartz, der Leiter der Wehr. „Genau dafür üben wir, um die Tücken im Test auszumerzen, damit es im Ernstfall funktioniert.“
Lobende Worte für die im Kreisgebiet bisher einzigartige Notfallübung fand auch Stefan Meuter, stellvertretender Kreisbrandmeister, bei einem Besuch auf der Grevenbroicher Hauptwache. „Die Arbeit der Grevenbroicher Kollegen ist exemplarisch für die Vorbereitungen und für weitere Übungen im Kreis“, so Meuter, der zudem einen „Stresstest für vergleichbare Lagen“ auch auf Ebene des Rhein-Kreis durchführen zu wollen.