Südstadt. Im März hätte die zehnte Eigenproduktion „Zettland“ ihre Premiere feiern sollen. Doch knapp eine Woche zuvor fielen an vielen Theatern die Vorhänge für lange, lange Zeit. Im Juni hätte dann auch noch das zehnjährige Bestehen gefeiert werden sollen.
„Wir stehen nun vor der großen Frage: Was nun? Unsere Inszenierungen sind bisher immer an Schuljahre gebunden gewesen, da die Gruppe aus Schülern bestand. Auf Grund von Abschlüssen, und damit verbundenen Veränderungen im privaten Bereich, werden wir diesen Ablauf sehr wahrscheinlich nicht aufbrechen können. Dies hat zur Folge, dass ,Zettland’ nicht mit dem eigentlichen Team auf die Bühne gebracht werden kann“, überlegen die beiden Spielleiter traurig.
Gemeinsam habe man nach Alternativen gesucht, sich dann aber schweren Herzens dazu entschieden, die Produktion ruhen zu lassen. „Auch aus inszenatorischen Gründen möchten wir ,Zettland’ so, wie es jetzt als Skript niedergeschrieben steht, im Moment nicht aufführen, weil Bilder, die wir geschaffen haben, zum Teil nicht mehr in die aktuelle Gesellschaft passen.“ Und was geschieht nach den Sommerferien?
„Erst einmal nichts! Das klingt hart, doch unsere Gruppe sieht sich in den vergangenen Jahren mit sich immer stärker reduzierenden Teilnehmerzahlen konfrontiert. Besonders der Nachwuchs fehlt uns gänzlich. Das ist schade, doch das müssen wir akzeptieren.“
Das bedeutet jedoch keinesfalls, dass „no*name“ einfach so verschwindet. Es gebe zahlreiche Ideen und Konzepte. Ob, wie, was und wann etwas realisiert werden kann, stehe allerdings noch in den Sternen. „Doch wir bleiben optimistisch“, versprechen Alderath und Panitz.