Wie der jüdische Vater beschloss, von Russland nach Deutschland auszuwandern, und was das für die kleine Lena bedeutete, wie sie erst in Deutschland das erste Mal eine Synagoge besuchte und vom Holocaust erfuhr.
Heute ist Lena Gorelik mehrfach ausgezeichnete Autorin, lebt seit vielen Jahren in Deutschland und hat mittlerweile ihre eigene Familie gegründet.
Doch der Vormittag in Jüchen war weit mehr als eine Lesung – er öffnete ein Fenster zur jüdischen Kultur und Musik, die vom Maiburg Ensemble und der Mezzosopranistin Shai Terry in allen emotionalen Schattierungen vorgetragen wurde. Shai stammt direkt aus Israel, lebt seit fünf Jahren in Deutschland und hat so berühmte Hits wie die „Papirosn“ und „Es gibt Nächte“ sowie das Lied „Jerusalem aus Gold“ dabei – ein Lied, das die Sehnsucht nach Jerusalem beschreibt und während des Sechstagekriegs im Jahr 1967 zur hebräischen Hymne wurde. Shai sang diese Titel auf Hebräisch, aber auch auf Deutsch. Die Schüler waren gebannt dabei, lasen die Gesangstexte mit, ließen sich von der unverkennbaren, warmen Stimme mitnehmen in die alte Kultur, bekamen einen Einblick – und waren begeistert von dem unwiderstehlichen „Bay mir bistu sheyn“ einem Hit aus den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts.