Dieter Wintersig, ehemaliger Leiter des städtischen Sportamtes und langjähriger Motor nicht nur dieser Städtepartnerschaft, ist stocksauer: „Der Partnerschaftsverein will Celje aufgeben, weil dort zu wenig Deutsch gesprochen wird. In Wahrheit wird da hundertmal mehr Deutsch gesprochen als in St. Chamond“, ist er sich sicher.
Er kann inzwischen auf 50 Jahre Beziehungen ins slowenische Celje zurückschauen, hatte dort viele Jahre ein Ferienhäuschen und genießt nicht nur im dortigen Rathaus bis zum heutigen Tage ein hohes Maß an Anerkennung und Würdigung. Höhepunkt war sicherlich die Auszeichnung mit dem „Glas von Celje“, die ihm Bürgermeister (und Freund) Bojan Srot eigenhändig überreichte.
„Die jährlichen Besuche halten bis heute an“, erzählt Dieter Wintersig. Auch in diesem Jahr besucht er mit acht Grevenbroichern die Noch-Partnerstadt Celje „und natürlich haben wir auch einen Empfang bei Bürgermeister Srot im Rathaus zu Celje.“
Ansonsten werden alle wichtigen Kulturstätten in Celje und in der Umgebung besichtigt: die Festung Postoinsaka Jama, die „Velika Planina“ hoch in den Bergen, die Kirche in Hrastovlje, die Krainer Berge und der Berg Krniza, auf dem Dieter Wintersig und seine Mitreisenden an einem Feldgottesdienst teilnehmen dürfen.
Im Grevenbroicher Partnerschaftsverein scheint der Kontakt nach Celje allerdings ins Hintertreffen geraten zu sein: Während sich Joachim Schwedhelm und Marie-Jeanne Zander liebevoll um die Kontakte nach Kessel kümmern, während Sylvia Kuhn-Heusler sich engagiert für die Beziehungen nach St. Chamond einsetzt und während sich Carmen von Borzestowski und Luise Coenen nicht minder eifrig Auerbach widmen, gibt es anscheinend keinen Fürsprecher für Celje. „Mich haben die ja raus geekelt“, seufzt Wintersig...