Der aus Nürnberg stammende Sohn eines Weinhändlers war seinerzeit Hof- und Stadtorganist in Eisenach (wo er Johann Sebastian Bachs älteren Bruder unterrichtete), Erfurt, Stuttgart, Gotha und zuletzt Sebaldus-Organist in Nürnberg. Als Komponist ist er einer der wichtigsten Vertreter der süddeutschen Orgeltradition. Er schrieb Triosonaten, freie Orgelwerke und Choralbearbeitungen, letztere oft mit einer Vorimitation der Choralmelodie in den Oberstimmen und anschließender Melodie in halbem Tempo im Bass (sogenannter Pachelbel-Stil).
Seine Vokalmusik umfasst zahlreiche Psalm-Motetten und einige Kantaten, unter denen lange Zeit nur die „Oster-Kantate“ und die Kantate „Was Gott tut, das ist wohlgetan“ zum Ende des Kirchenjahres bekannt waren.
Die „Oster-Kantate“ komponierte Pachelbel über das damals wie heute zum Osterfest gehörende Wochenlied von Martin Luther in der seinerzeit als „Freuden-Tonart“ empfundenen Kirchentonart dorisch. Die schwungvollen Tempi und Rhythmen in den Solo-, Chor- und Instrumentalstimmen der sieben Sätze vermitteln noch heute den Charakter der Osterfreude.
Als Solist ist der Grevenbroicher Bass-Bariton Sebastian Neuwahl zu hören.
Die Leitung hat Karl-Georg Brumm. Liturgie und Predigt werden von Pfarrerin Ruge gehalten. Die Gemeinde lädt herzlich zum Mithören und Mitfeiern ein.