Der KIndergarten in der „Coens“ Die vier Freuden des Planers: Licht und Luft für die Kids

Grevenbroich · Markus Schmale, Geschäftsführer des Architekturbüros, das mit dem Teilumbau der „Coens“ in eine KiTa beauftragt wurde, strahlte beim Pressetermin: „Das werden total schöne Räume hier“, sagte er. Und er hatte gleich mehrfachen Grund zur Freude.

Architekt Markus Schmale (Zweiter von rechts) zusammen mit DRK-Vertreter Dirk Skalla, Architekt Michael Müller, Bürgermeister Klaus Krützen, Jugenddezernent Florian Herpel und „Coens“-Manager Marcus Töpp (von links) neben einem der 700-Kilogramm-Brocken, die derzeit im Maß ein Meter mal ein Meter aus der Decke herausgesägt werden.

Foto: KV./Gerhard P. ;üller

Seit zwei Wochen sind Fachleute damit beschäftigt, die Deckendurchbrüche im ehemaligen „Media-Markt“-Bereich zu machen. Dort sollen für die KiTa Innenhöfe entstehen, die für jede Menge Licht und Luft in der Etage darunter sorgen (wir berichteten).

So ein Eingriff muss natürlich genau berechnet werden, um die Gesamtstatik der Mall nicht ins Schwanken zu bringen. Zugleich ist das Ganze auch ein logistisches Problem, da die herausgeschnittenen „Fliesen“ nur kurz und in kleiner Zahl auf dem Dach gelagert werden können. Noch etwa drei Wochen werden die Bohr- und Sägearbeiten dauern.

Die bei den Vorbohrungen herausgeholten Zylinder haben eine Höhe von 30 Zentimeter.

Foto: KV./Gerhard P. ;üller

Schmale freute sich zunächst einmal, dass schon jetzt deutlich wird, dass sein Plan, einen „luftigen“ Kindergarten (mit viel Glas) entstehen zu lassen, aufgehen wird. Dabei sind die Arbeiten an den Fassaden noch gar nicht begonnen worden. Auch hier sollen zusätzliche Fenster und eine neue Loggia für „Offenheit“ sorgen.

Zum anderen war Schmale froh verkünden zu können, dass „die Probleme des Investors gelöst sind. Wir sind froh, den verlässlichen Partner ,Elgeti‘ wieder an der Seite zu haben“. Die haben schwere Zeiten hinter sich gebracht, die auch zu einer fast einjährigen Verzögerung in der „Coens“ führten. Jetzt sei alles wieder im Lot und ein „zeitnahes Bezahlen der Rechnungen“ sei gesichert, so der Architekt.

Und er freute sich zudem darüber, verkünden zu können, dass man in Sachen Kosten der Baumaßnahme „gut im Rahmen“ liege.

Schließlich wies er mit breiter Brust darauf hin, dass dieser Umbau einer massiven Bestandsbebauung die erste ihrer Art im gesamten Rhein-Kreis sei. Vorhandene Gebäude umzunutzen, anstatt abzureißen, sei keine Mode, sondern eine klare „Notwendigkeit“, um Geld, Material und Ressourcen zu sparen.

Im kommenden Jahr soll der weitere Innenumbau (in Trockenbau- und Leichtbautechnik) erfolgen, so dass die KiTa Ende 2025 fertig sein soll.

Und im kommenden Jahr soll auch der vordere Bereich für das Bürgerbüro der Stadt umgestaltet werden (inklusive Brandschutz und neuer Belüftung sowie „Flying Jungles“).