Wevelinghoven. „Ich habe mir überlegt, was für ihn zu backen. Guildo Horn liebt ja Nussecken. Aber die hat er immer von seiner Mutter gebacken bekommen, da kann ich nicht mithalten. Deshalb backe ich wohl eine Käsekuchen. Das kann ich gut“, sprudelt es aus Brigitte Meisen (49) aus Wevelinghoven heraus.
Ihr und ihrer Tochter Melanie (13) kommt beim Horn-Konzert im Rahmen der „Playa Grevenbroich“ eine wichtige Rolle zu: In Ermangelung eines passenden Hotels werden der „Meister“ und seine „Orthopädischen Strümpfe“ am Auftrittstag im Grevenbroicher Rathaus umsorgt. Wie Organisator und Party-Macher Marc Pesch am Rande der Pressekonferenz berichtete, hatte sich Guildo Horn deshalb eine private Betreuung gewünscht. Und diese Aufgabe übertrug Pesch an die Wevelinghovenerin.
Brigitte Meisen ist seit 15 Jahren Fan des einzigartigen Musikers. „Damals hat mich eine Nachbarin mit zu Horns Weihnachtskonzert mitgenommen“, erinnert sie sich. „Da war so eine Stimmung. Das war unfassbar.“
Seitdem ist sie Hardcore-Fan, fährt regelmäßig zu den Weihnachtskonzerten im „Gloria“ in Köln und zur Düsseldorfer Kirmes-Eröffnung im „Schlüssel“-Zelt, bei der Guildo „alles“ gibt. Und das ist wörtlich zu nehmen: Am Ende des Konzertes steht der „Meister“ nicht selten nur noch in Unterhose auf der Bühne.
„Wenn Guildo Horn hinter seinem Bügelbrett steht, auf dem eine Blümchen-Decke im Pril-Dekor liegt und darauf die Kuhglocken stehen – das ist einfach wunderbar“, schwärmt Meisen. Und dann kommen all die alten Schlager. „Ich bin ein Kind der 70er Jahre. Damals habe ich die Lieder zwangsläufig mitgehört, weil meine Mutter sie toll fand. Ich selbst hörte eigentlich andere Musik. Wenn Guildo sie dann aber singt – und das irgendwie rockiger – kann man gar nicht anders, als mitzugehen. Und manchmal ist man ein wenig erschrocken, wie gut man den Text mitsingen kann“, plauderte Brigitte Meisen. Eine Beschreibung, die auf viele „Kinder der 70er“ zutreffen dürfte.
Ihren Tag an der Seite Guildo Horns will sie auf jeden Fall in jeder Sekunde genießen. „Vielleicht kann ich ihm dann ja auf der Bühne mal das Handtuch reichen“, sinniert sie vor sich hin. Das dürfte doch wohl auf jeden Fall klappen.